Und es geht doch, Schwerpunkt: Das organisierte Wissen

Die Last des Wissens

Unternehmen, die nicht billig produzieren können, müssen, wenn sie auf dem Markt bestehen wollen, mehr Wissen haben als andere und dieses effizient einsetzen sagt McKinsey. Ein Aufgabenfeld für Personalexperten sagen Forscher des Instituts für angewandtes Wissen.


Liebe Leserinnen und Leser,

gute Nachricht von McKinsey. Nach einer aktuellen Studie hat ein Hochlohnland wie Deutschland durchaus auch seine Stärken: etwa an der Schnittstelle von Produkt- und Prozessinnovation. Nun sind Innovationen meist das Ergebnis geistiger Leistung. Und es ist darüber hinaus dem Wissen der Mitarbeiter zuzurechnen, wenn Innovationen nutzbringend ein- und umgesetzt werden. Die stetige Aktualisierung des Wissens, die gezielte Weitergabe, der gezielte Wissenseinsatz, all dies sind aber Prozesse, die sich nicht erzwingen lassen: sie erfordern die Akzeptanz ihrer Akteure. Und deshalb so folgern die Forscher des Instituts für angewandtes Wissen (IAW) ist das Management des Wissens eine originäre Aufgabe von Personalexperten siehe Seite 10). Damit lädt das IAW allerdings eine schwere Last auf die Schultern der Personaler. Denn natürlich sind sie Spezialisten für die personalen Fragen. Darüber hinaus verlangen die Wissensforscher aber auch ein größeres technisches und prozessuales Verständnis von den Personalexperten. Wie sonst sollten sie gemeinsam mit Fachabteilungen oder Projektteams Wissensbedarfe der betrieblichen Akteure erkennen und schnellstmöglich bedienen können. Personaler werden also enger an die Entwicklungs- und Produktionsbereiche in den Unternehmen heranrücken müssen, um zu erfahren, wo welches Wissen wann verlangt wird, damit das Unternehmen einen Innovationsvorsprung behält und international konkurrenzfähig bleibt.