Über die Wirksamkeit von Trainingsmaßnahmen in der Personalentwicklung Was sagen die Teilnehmer und Verantwortlichen dazu?
Eine gemeinsame Umfrage des Institut für angewandtes Wissen e.V. (iaw-Köln) und der Fachhochschule Köln Die Befragung lief bis 31.12.2008 und wird aktuell ausgewertet. Mit ersten Ergebnissen ist Mitte Februar zu rechnen. Hintergrund der Befragung Die Ausgaben für Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland werden auf rd. 27 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Natürlich ist Weiterbildung eine sinnvolle Sache, besonders dort, wo es um fachliche Inhalte oder konkrete Fertigkeiten geht.
Doch es stellt sich die Frage, ob jedes Angebot tatsächlich eine effektive und lohnenswerte Angelegenheit ist, so zum Beispiel wenn es um das Training sozialer Skills von Mitarbeitern geht, oder auch um Maßnahmen, die sich mit der Verbesserung von Zusammenarbeit befassen. Gemeint sind hier beispielsweise Angebote, die durch gemeinsame Aktivitäten die Teamfähigkeit und das Wir-Gefühl steigern wollen, oder Trainings, die das Konfliktverhalten oder die Kommunikationsfähigkeiten verbessern sollen. An dieser Stelle lohnt sich ein kritischer Blick, denn hier soll nicht nur Wissen vermittelt werden, sondern es geht um angestrebte Verhaltensänderungen, oder gar den Wandel von Einstellungen und Werten einzelner Personen. Ob dies mit den angepriesenen "schnellen Hebeln" möglich ist, darf nach neusten Erkenntnissen der Wissenschaft doch zumindest kritisch hinterfragt werden.
Uns - das iaw-Köln und die Fachhochschule Köln - interessiert es deshalb, ob der häufig versprochene Übertrag von Erfahrungen in außergewöhnlichen Situationen (Hochseilgarten, gemeinsam gehaltenes Sprungtuch e.a.) tatsächlich den bis dahin eingespielten Arbeitsalltag nachhaltig verändern kann. Das heißt letztendlich, ob die ausgewiesenen Ziele solcher Maßnahmen, wie größere Teameffizienz, bessere Zusammenarbeit und Kommunikation sowie in Folge davon mehr Erfolg und größere Zufriedenheit der Mitarbeiter, tatsächlich erreicht werden.
Die Grundlage unserer Skepsis bilden dabei die folgenden Annahmen:
- Gegebene Strukturen und darauf eingespieltes (Arbeits-)Verhaltenen sind relativ stabil
- Neues Wissen und/oder kurzzeitige Erfahrungen verändern kaum die Einstellungen von Mitarbeitern, welche wiederum die Grundlage für Alltagshandlungen (Gewohnheiten), in einer gegebenen Struktur sind
- Veränderungen bedürfen daher einer nachhaltigen, kräftigen Wirkung, die nur durch eine veränderte Struktur im Alltag erreicht werden kann, bzw. durch sie unterstützt werden muss
- Die angebotenen Maßnahmen nehmen im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Einstellungen der Mitarbeiter sowie solche Strukturen und verändern deshalb auch nicht nachhaltig die Verhaltensweisen der Mitarbeiter
Was kann also realistisch verändert, bzw. wirklich verbessert werden? Nach welchen Maßnahmen zeigen sich tatsächlich Spuren von gewandeltem Verhalten? Was war hingegen einfach nur ein netter Event, oder gar eine als nervig empfundene Zeitverschwendung? Wir wollen es wissen und die befragen, die solche Maßnahmen mitgemacht haben. Was haben Sie erlebt, was sollte mit der Maßnahme ursprünglich erreicht werden, und am wichtigsten, hat es Ihnen hinterher tatsächlich spürbar genutzt? Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um uns zu helfen, sinnvolle Ansatzpunkte für Veränderungsmaßnahmen zu finden, bzw. unsinnige Angebote zu erkennen.
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