Gesellschaft
Humanisierung der Arbeit vers. Funktionalismus Globalisierung Demographischer Wandel Humanisierung der Arbeit vers. Funktionalismus
In der Art der Leistungserzeugung moderner (postindustrieller) Gesellschaften hat sich ein Zielkonflikt zwischen Humanität und Funktionalismus entwickelt. Mit dem Vormarsch effizienter Steuerungsinstrumente einher geht der Glaube, komplexe soziale Systeme, wie es Unternehmen sind, wie auf der Oberfläche eines Computerprogramms zur Gänze planen und steuern zu können. Das „Eigenleben“ der Beteiligten tritt in den Hintergrund. Controlling-Instrumente und Kennzahlen werden zum dominierenden Kriterium bei der Entscheidungsfindung und den Handlungsparametern im Unternehmen.
Mit dieser Entwicklung wird ein entscheidender Vorteil aufgeklärter Gesellschaften verspielt: Die Kraft zu Neuem und das innovative Potenzial liegt nicht in Programmen, sondern es liegt in der Kreativität, im Wissen, in der Phantasie und in der Einsatzbereitschaft der Menschen, die arbeiten.
Humanisierung der Arbeit wird deshalb hier so verstanden, dass jeder Mensch in seiner Arbeit eine Möglichkeit hat, sich zu entfalten und Erfolg zu haben. Dabei soll die Art der Zusammenarbeit von Respekt geprägt sein, denn nur so erfährt sich der Einzelne als Mensch und bringt sich mit seinen Fähigkeiten in das Ganze ein.
Globalisierung
Die tayloristische Arbeitsteilung wurde in den Industriegesellschaften entwickelt und erfolgreich in den aufstrebenden Schwellenländern kopiert. In der weiteren Entwicklung haben sich die Industrienationen zu Dienstleistungs- und Wissensgesellschaften verändert. Doch dieser Vorsprung bröckelt. China, Indien und vielen schnell wachsenden Volkswirtschaften gelingt es, immer schneller neue Methoden und Verfahren zu adaptieren. In der Zwischenzeit treibt diese Dynamik die vormalig Führenden vor sich her und zwingt sie zu unablässiger Veränderung. Die Fähigkeit zum Wandel, zur Anpassung und zum Fortschritt ist ein hohes Gut, das es zu bewahren gilt. Es sind die Menschen, deren Leistungen die globale Konkurrenzfähigkeit sichern. Deshalb müssen alle Anstrengungen unternommen werden, dieses Kapital zu fördern, zu mehren und bestmöglich zu nutzen. Voraussetzung ist es, neue Kräfte zu entfesseln. Denn in der zielgerichteten Zusammenarbeit von innovativen Geistern steckt die entscheidende Kraft, die uns auch in Zukunft eine starke Wirtschaft sichert. Demographischer Wandel
Noch wissen wir nicht, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird. Wir kennen zwar die Zahlen, und das seit Jahrzehnten, aber wie das tagtägliche Leben aussieht, mit einer mehr als doppelt so großen Zahl von älteren Menschen, darüber wird immer noch spekuliert.
Dagegen stellen wir die These auf: Mit der Bewahrung und der Mehrung von humanem Kapital kann diesen gravierenden Problemen auf dem Arbeitsmarkt begegnet werden. Den fragwürdigen Luxus, Menschen mit 60 Jahren „zum alten Eisen“ zu degradieren, werden wir uns nicht mehr leisten können.
Deshalb muss heute das Fundament gelegt werden, auf dem auch zukünftig mit älteren Menschen Innovation und Wandel möglich ist. Sie müssen in der Lage sein, bei Veränderungen mitzugehen und sie können mit ihrer Erfahrung maßgebliche Impulse setzten. Die Methode des Kölner Leitfadens unterstützt das lebenslange Lernen und nutzt konsequent die Kompetenzen von allen Mitarbeitern. Die dynamische Kraft zum Wandel ist kein Privileg der Jüngeren, sondern Ergebnis einer permanenten Übung.
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